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Prof. Hasso Plattner: Verknüpft Wirtschaft und Wissenschaft

 

Hasso Plattners Engagement als Förderer der Wissenschaften in Deutschland ist ebenso ungewöhnlich wie beispielhaft. Die Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften verlieh dem gebürtigen Berliner dafür 2005 die Leibniz-Medaille. Im November des gleichen Jahres wurde er von der populärwissenschaftlichen Zeitschrift P.M. als "Innovationsförderer 2005" ausgezeichnet.

 

Der 1944 Geborene ist seit 2002 Ehrendoktor und seit 2004 Honorarprofessor der Universität Potsdam. Die Landeshauptstadt von Brandenburg sei für ihn "der ideale Standort für zukunftsorientierte Forschung und Lehre, wobei die havelländische Landschaft und das historische Erbe eine besondere Anziehungskraft ausüben", sagte der damalige SAP-Vorstandssprecher, als er im Sommer 1998 die Stiftung eines Hasso-Plattner-Instituts für Softwaresystemtechnik (HPI) ankündigte.

 

Plattner finanziert das HPI seitdem nicht nur komplett (mit einem Gesamtaufwand von mehr als 200 Millionen Euro über eine Laufzeit von 20 Jahren), sondern er engagiert sich dort auch als Leiter des Fachgebiets „Enterprise Platform and Integration Concepts“ in Forschung und Lehre. 2005 machte er mit einer 29 Millionen Euro-Spende die Eröffnung eines „Hasso Plattner Institute of Design“ an der US-Elite-Uni Stanford möglich und erweiterte sein Engagement in Potsdam durch die Einrichtung eines Inkubators und eines von ihm mit mehr als 25 Millionen Euro ausgestatteten Wagniskapitalfonds für IT-Firmengründer.

 

Plattner verknüpft Wirtschaft und Wissenschaft schon seit vielen Jahren. Die Universität Saarbrücken ernannte ihn deshalb bereits 1990 zum Ehrendoktor. 1994 wurde Plattner dort Honorarprofessor für Wirtschaftsinformatik. Die Würde eines Ehrensenators verlieh ihm die Universität des Saarlandes im Jahr 1998. Auch in Baden-Württemberg engagiert sich Hasso Plattner als Mäzen für die Wissenschaft. Im Oktober 2003 ermöglichte er mit einer 10 Millionen Euro-Spende seiner Stiftung den Ausbau der Uni-Bibliothek im Mannheimer Schloss.

Für sein Engagement in Wirtschaft und Wissenschaft erhielt Hasso Plattner viele Ehrungen. 1998 nahm das Manager Magazin den mit dem angesehenen "Information Technology Leadership Award for Global Integration" ausgezeichneten "Technologie-Guru" (Plattner über Plattner) in die "Hall of Fame" auf. In ihr ehrt die Zeitschrift Persönlichkeiten für ihre Verdienste um die wirtschaftliche, gesellschaftliche und soziale Entwicklung in Deutschland. Das Time Magazine Europe platzierte Plattner 2001 auf Rang 1 der Liste der

bedeutendsten und einflussreichsten IT-Persönlichkeiten.

 

Bei einem Festakt im Hasso-Plattner-Institut zum 60. Geburtstag des Stifters am 21. Januar 2004 würdigte der damalige Bundeskanzler Gerhard Schröder dessen Schaffen mit den Worten: "Um Deutschland wirtschaftlich voranzubringen, brauchen wir eine Menge Hasso Plattners und eine Menge SAPs". Plattner habe mit viel Engagement einen Weltkonzern geschaffen und damit bewiesen, "dass deutsche Unternehmen technologisch Weltspitze sein können". Auch von dem 1998 in Potsdam geschaffenen Hasso-Plattner-Institut für Softwaresystemtechnik kann Deutschland nach den Worten des ehemaligen Regierungschefs lernen.

 

Der Münchener Unternehmensberater Roland Berger nannte Hasso Plattner in einem Interview im August 2004 als einen der fünf Deutschen, die ihm derzeit am meisten imponieren. In der "Welt am Sonntag" bezeichnete Berger es als "Meisterleistung", wie Plattner SAP gegründet, aufgebaut und stets neu auf den sich verändernden Markt ausgerichtet habe.